Anja’s Home in TR., NJ

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Nachdem Sarah und Arnika so viel schönes geschrieben haben, sollte ich wohl auch mal damit anfangen 😉

Ich habe mein Jahr in einer Familie mit vier Kids verbracht (hehe ich glaub ich hab den “Wer die meisten Kids von uns hat” – Award gewonnen!), H. (Mädchen, 3), K. (Junge, 6), C. (Mädchen, 9) und C. (Mädchen, 12) [Alter bei der Ankunft]. Wir hatten am Anfang einen Hamster, der ist im Herbst jedoch verstorben. Das Haus meiner Gasteltern liegt an einem Wendehammer einer Sackgasse und ist riesig mit einem super großen Garten. Im Frühjahr 2000 wurde dort ein Pool eingebaut – das war unser “Sommerurlaub”.

Zimmer
Mein Zimmer war klasse! Direkt neben dem Eingang zur Garage und meinem Badezimmer (tagsüber hat das jeder mitbenutzt) im Erdgeschoss gelegen. Meine Kids und Gasteltern hatten ihre Zimmer im 1. Flur und damit hatte ich es immer sehr ruhig. Ausgestattet mit einem Full(?) Size Bett, Fernseher, eigenem Telefon, einem Regal, einem großen Wandschrank, einer großen Komode, einer Pinnwand und einem kleinen Nachttisch – so ließ sich das Jahr ohne Platzmangel erleben (hey, in dem Zimmer habe ich mit meinen drei Freundinnen übernachtet 🙂 ). Das Bild oben ist von meiner “Zimmer-Ecke” – ueber das Jahr hinweg habe ich Beanie Babies gesammelt…

Dusche/Bad
Das Bad mit Dusche war im Prinzip meins, aber da es im Erdgeschoss lag wurde es halt tagsüber von meiner Familie mitbenutzt.

Auto
Meine Gastelter hatten drei Autos: einen Minivan für 7 Personen, einen Nissan und einen Pickuptruck (oh Gott wurde mir immer mulmelig, wenn ich damit gefahren bin…), der bald nicht mehr leif und daher gegen einen Toyota eingetauscht wurde. Während meiner Arbeitszeit habe ich die Kids mit dem Minivan umhergefahren und abends konnte ich immer mit dem Nissan auf Tour gehen. Generell habe ich jeden Monat etwa $5 Tankgeld bezahlt bzw. dafür getankt – außer, wie in den Anfangsmonaten, wenn ich kaum unterwegs war. Am Anfang hat mich meine Gastmutter und auch mein Gastvater auf einigen Touren begleitet, auch damit sie mir vertrauten und ich die Umgebung kennenlernte. Sonst hatte ich mit Fahren und Karten lesen absolut keine Probleme – gute Schule in Deutschland 😉 .

Freizeit/Arbeitszeit
Sarah und Arnika haben völlig recht: Solange Ihr on duty seid, auch wenn es mal durch Zwischenfälle ein wenig länger sein sollte, sind die Kinder oberste Priorität. Eure Gasteltern vertrauen Euch ihre Kinder an, und diese Aufgabe solltet Ihr auch mit bestem Wissen und Gewissen erfüllen. Also auch nicht wenn die kleinste napped mal eben zu Starbuck fahren – da kann immer was passieren!!!

Im Durchschnitt habe ich wöchentlich 45 Stunden gearbeitet. Morgens fing ich um 7:00h an, hatte Mo, Mi, Fr von 9:15-11:15 frei und war dann bis zur Rückkehr der Eltern zwischen 17 und 19h wieder für die Kinder verantwortlich. Wenn die Kids Fußball hatten, habe ich sie oft zum Training gefahren und wurde dort dann von meiner Gastmutter abgelöst.
Die Wochenenden hatte ich eigentlich immer frei. Während der ersten Wochen habe ich die Wochenenden fast immer mit meiner Gastfamilie verbraucht, sie haben mich auch immer eingeladen was mit ihnen zu unternehmen. Aber ich habe auch viele kleine Trips gemacht, NYC, Philadelphia, Washington D.C. und vieles mehr.
Eine Curfew hatte ich nicht, aber zu spät sollte ich nicht zurückkommen und ins Bett gehen, insbesondere, wenn ich am nächsten Morgen arbeiten sollte.

Urlaub
Meine beiden Wochen bezahlten Urlaub habe ich in Tagen genommen. Im Dezember habe ich einen Tag für meine Freundinnen genommen, die drei haben mich aus Deutschland zusammen besucht und dann haben wir NYC unsicher gemacht. Im März waren’s zwei Tage für den Quebec Winter Carnival mit Cultural-Hi-Ways und im April hab ich einen genommen für meine Mutter, ihren Freund und meinen Bruder. Dann kamen noch einige Tage hinzu für Washington D.C. on the 4th of July und meinen Puerto Rico Trip. Um ein langes Wochenende zu haben kann man sehr gut den Freitag und den Montag frei machen – alles muss aber rechtzeitig mit der Gastfamilie geplant werden, da sie sich ja um einen anderen Babysitter (bei uns meist die Großeltern) kümmern müssen. Einige Tage habe ich nicht genommen, dafür hat mich meine Gastfamilie ausbezahlt – was aber nicht in jeder Familie so sein muss!
An amerikanischen Feiertagen hatte ich fast immer frei und durfte auch immer mit auf die Familienfeste gehen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat (schließlich war es eine große Familie).

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