Sarah’s Home in W. (nähe Bosten), MA

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Ich war bei einer Gastfamilie mit 3 Kindern in der Nähe von Boston. Als ich ankam waren die kids H. (girl 6), C. (girl 5) and CJ (boy 3). Außer den Kids und deren Eltern lebte noch Simone mit uns zusammen, eine alte Hündin, die aber kurz vor Weihnachten eingeschläfert werden musste. Meine Gastfamilie lebt in einem kleinen Ort, das Haus liegt etwas versteckt in der Nähe eines Naturschutzgebietes. Um das Haus herum gibt es daher viel Garten und Wald, was wir während dem Jahr auch immer wieder ausgenutz haben. Das Haus an sich hat mein Gastvater selbstgebaut, es ist sehr groß und geräumig. Ich hatte mein eigenes relativ großes Zimmer unter dem Dach, Bad und Dusche habe ich mir mit den Kids geteilt, was aber überhaupt kein Problem war.

Zimmer
Die Zimmer der Au Pairs, die ich kennengelernt habe, waren sehr unterschiedlich. Meines war relativ groß mit einem Queensize Bett, Schreibtisch, Wandschrank und Sessel ausgestattet. Fernseher hatte ich keinen auf meinem Zimmer, habe aber abends mit meiner Familie fernsehen können. Dafür hatte ich eine kleine Stereoanlage, mit cd-player und radio um mich abzulenken. Auch hatte ich Glück, dass man die Geräusche vom restlichen Haus nicht so sehr gehört hat, dass ich an meinen freien Tagen ohne Probleme ausschlafen konnte.

Dusche/Bad
Ich habe meine Dusche und Bad mit den 3 kids geteilt, was aber u.a. auch wegen dem Alter der Kinder kein Problem war. Durch die Arbeitszeiten bin ich immer vor den Kindern aufgestanden und erst nach ihnen ins Bett gegangen.

Auto
Ich hatte mein eigenes Au Pair Auto, welches ich auch für kürzere Strecken in der Umgebung benutzen durfte. Eine Tankfüllung pro Monat hat mir meine Gastfamilie bezahlt, den Rest, wenn es denn viel mehr wurde habe ich selber bezahlt. Benzin war damals auch nicht so teuer und dank des Autos habe ich viel unternehmen können. In der ersten Woche ist mein Gastvater mit mir gefahren, um mir den umgang mit dem Auto zu zeigen (bin automatik und Gangschaltung während dem Jahr gefahren) und auch zu sehen, wie ich fahre, da ich die kids auch fahren musste.
Die amerikanischen Strassen sind einfacher zu befahren als deutsche. Man hat das Gefühl alles ist breiter. Straßenzustände und Markierungen variieren dabei aber von Bundesstaat zu Bundesstaat, manchmal auch schon von einer Towngrenze zur nächsten. Was die Geschwindigkeit angeht, sollte man sich schon daran halten, auch wenn die meisten Amerikaner das nicht ganz tun. Sollte man doch mal angehalten werden. Nerven bewaren, Hände am Steuer, Fenster runterlassen und abwarten.

Freizeit/Arbeitszeit
Ein Thema um das sich viele kaum Gedanken machen, aber es ist ein Job den ihr habt. Ihr seid verpflichtet auf die euch anvertrauten Kinder aufzupassen. Und das zu ausgemachten Zeiten. Natürlich passiert es dass die Gasteltern im Stau stehen, oder mal länger arbeiten müssen, aber ihr solltet dafür dann auch einen Ausgleich finden. Nicht immer liegen die Arbeitszeiten so, wie man es selber gerne hätte. Auch wenn viele Au pairs am Wochenende Freizeit haben, so muss das nicht als selbstverständlich betrachtet werden. Auch kann es sein, dass ihr den Vormittag frei habt, aber ab dem späten Nachmittag bis zum Abend arbeiten müsst. Es kommt ganz auf das Alter der Kinder und die Arbeit eurer Gastfamilien an.
Mein Tagespensum bestand aus Arbeiten von 7:30 am bis 5 pm von Montag bis Freitag. Da meine Gastmutter Lehrerin ist, war sie am Wochenende zuhause. Meistens hatte ich daher von Freitagabend bis Sonntagabend frei, aber es konnte auch sein, dass ich mal einsprang, wenn die Eltern noch einkaufen mussten oder abends eingeladen waren.

Urlaub
Die meisten Gastfamilien achten darauf, dass eine Woche im Halbjahr vor und eine im Halbjahr nach Weihnachten zur Verfügung stehen (bei Sommeranreise).
Ich habe eine Woche im Winter das Haus gehütet, während meine Familie auf Familienurlaub war und dann im Frühjahr eine Woche Urlaub mit meiner Mutter und ihrem Mann gemacht.
Im Sommerurlaub und Skiurlaub habe ich meine Gastfamilie begleiten dürfen, wobei ich einige Tage gearbeitet habe bzw. abends babygesittet habe. Meine Familie hat mir diesen Urlaub bezahlt und ich durfte mit Skifahren und zu den Olympischen Winterspielen nach Salt Lake City.

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